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Ortsinfo Ampfing

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Nachrichten aus Ampfing

Gesellschaft 28.06.2010

Christus will ich erkennen

Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, hat am Samstag, 26. Juni, im überfüllten Freisinger Mariendom vier Diakone des Münchner Priesterseminars St. Johannes der Täufer zu Priestern geweiht

Unter Ihnen auch den 28Jährigen Dr. Christoph Hentschel, aus der Pfarrgemeinde St. Margareta in Ampfing. Dort feiert er auch seine Primiz am Sonntag, 27. Juni, um 10 Uhr. Seine erste Kaplanstelle ist im Pfarrverband Ismaning-Unterföhring. Sein Primizspruch lautet: ,,Christus will ich erkennen." (Phil 3,10)

Erzbischof Dr. Reinhard Marx: ,,Lernt neu, den Weg des Evangeliums zu gehen." Hunderte von Gläubigen aus dem gesamten Erzbistum, insbesondere aus den Heimatgemeinden der Weihekandidaten, nahmen an dem festlichen Gottesdienst teil. Erzbischof Marx sprach von einem ,,Zeichen der Hoffnung zum Ende des Priesterjahrs", das Papst Benedikt XVI. vor einem Jahr ausgerufen hatte und das vor zwei Wochen mit einem internationalen Priestertreffen in Rom zu Ende ging.

In seiner Predigt ging Erzbischof Marx auch auf die in den vergangenen Monaten bekannt gewordenen Missbrauchsfälle ein: ,,Keiner von uns hätte vor einem Jahr geahnt, dass innerhalb des Priesterjahrs eine Diskussion entbrennen würde, die die Grundlagen des priesterlichen Dienstes in Frage stellen würde." Eine Priesterweihe gerade in diesem Jahr sei Anlass, sich zu vergewissern und ,,in die Grundlagen unseres Glaubens hineinzuschauen". Der Priester solle ,,in seiner Gesamtexistenz ein Zeichen sein, dass Gott existiert". In diesem Zusammenhang nannte der Erzbischof die keusche Lebensform in der Nachfolge Jesu ,,eine positive Herausforderung". Zugleich dürfe der Priester ,,Vollmacht nicht mit Macht verwechseln": Ein Kern und Kennzeichen seines Dienstes sei ,,Demut, die Bereitschaft, alles von Gott zu erwarten". Der Priester stünde mit seinem Dienst dafür, ,,dass Christus uns nicht verlässt", und dafür, ,,dass wir nicht nur irgendeine Gemeinschaft sind, die soziale Zwecke verfolgt". Vielmehr lebe die Kirche vor allem von der Eucharistie und zeige sich nicht zuletzt darin als ,,eine Gemeinschaft, in der Christus handelt, in der Christus wirkt".

(uw)