Der Ministerrat hat heute auf Vorschlag von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle beschlossen, die Mittelschule als eigene Schulart im Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetz festzuschreiben. ,,Seit der Einführung der rechtlichen Grundlagen für die Mittelschule im Juli letzten Jahres haben sich nahezu alle Hauptschulen in Bayern zu Mittelschulen weiterentwickelt. Die Mittelschule ist ein voller Erfolg! Es ist deshalb nur konsequent, wenn wir die Mittelschule als eigene Schulart im Gesetz fest verankern", so Minister Spaenle. Gerade die berufliche Orientierung sei ausgeweitet und so das Besondere der Schulart gestärkt worden.
98 Prozent der knapp 950 ehemaligen Hauptschulen waren zum aktuellen Schuljahr als Mittelschulen gestartet, darunter auch die in der Landeshauptstadt München und in Nürnberg. Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler liegt in diesem Schuljahr deutlich über der Prognose. Kultusminister Spaenle: ,,Die Mittelschule gehört nun zu den stabilen Säulen des bayerischen Bildungswesens. Sie qualifiziert die jungen Menschen nicht nur für die duale Ausbildung. Die Mittelschule dient Absolventen mit dem mittleren Bildungsabschluss auch als Ausgangsbasis für eine Fortsetzung der schulischen Laufbahn an der Fachoberschule. Wir werden die Mittelschule weiter stärken, damit sich die Chancen der Schülerinnen und Schüler dieser Schulart auf dem Ausbildungs- und Berufsmarkt weiter verbessern." Neben der Berufsorientierung hat Kultusminister Spaenle insbesondere die Förderung in den Jahrgangsstufen 5 und 6 verstärkt.
Auch der Name der ,,Volksschulen zur sonderpädagogischen Förderung" soll mit dem Gesetzentwurf geändert werden. Sie heißen künftig ,,Förderzentren". Der vom Kabinett beschlossene Gesetzentwurf wird jetzt den Verbänden zur Stellungnahme zugeleitet.
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