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Nachrichten aus Bayern

Politik 02.02.2012

Auch 2011 steigende Asylbewerberzahlen in Oberbayern

Die Regierung von Oberbayern sucht in ganz Oberbayern zusammen mit der dafür zuständigen Immobiliengesellschaft des Freistaats Bayern (IMBY) dringend geeignete Gebäude, in denen Gemeinschaftsunterkünfte mit einer Kapazität von mindestens 50 Personen eingerichtet werden können.
Die Zahl der in Oberbayern untergebrachten Asylbewerber ist auch im vergangenen Jahr weiter erheblich gestiegen. Die Hauptherkunftsländer der Flüchtlinge waren im letzten Jahr Afghanistan und Irak.

In den 23 oberbayerischen Gemeinschaftsunterkünften waren zum 31.12.2011 2.450 Menschen untergebracht, dazu kamen rund 200 Asylbewerber in der sogenannten dezentralen Unterbringung durch Landratsämter und kreisfreie Städte. Das sind damit rund 14% mehr als zum Jahresende 2010. Obwohl die Regierung von Oberbayern im vergangenen Jahr drei neue Unterkünfte eröffnet hat, sind die Kapazitäten der Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber in Oberbayern auf Grund der kontinuierlich gestiegenen Asylbewerberzahlen ausgereizt. Die Regierung von Oberbayern hat deshalb nach langen Jahren erstmals im Dezember je 20 Asylbewerber Landkreisen und kreisfreien Städten zur dezentralen Unterbringung zugewiesen. Aktuell läuft eine zweite Zuteilung von weiteren je 20 Asylbewerbern. Die Regierung von Oberbayern hat bisher ausschließlich den Landkreisen und kreisfreien Städten Asylbewerber zugewiesen, in denen sich derzeit keine staatlichen Unterkünfte befinden oder konkrete Planungen laufen.
Auch die Anzahl der Zugänge in der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in München, die neben Zirndorf in Mittelfranken als erste Anlaufstelle für Asylbewerber in Bayern dient, ist kontinuierlich seit 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen (2009: um 45%, 2010: um 48% und 2011 noch einmal um 19%). In der Erstaufnahmeeinrichtung in München, die eigentlich für etwa 500 Personen angelegt ist, sind aktuell ca. 730 Personen in mehreren Standorten in München untergebracht. Bei einem kurzfristigen Stand von über 800 Personen musste die Regierung von Oberbayern vor zwei Wochen die Erstaufnahmeeinrichtung sogar kurzfristig für neue Belegungen sperren. Die Regierung von Oberbayern plant zusammen mit der dafür zuständigen Immobiliengesellschaft des Freistaats Bayern (IMBY) sowohl die Erweiterung der Erstaufnahmeeinrichtung in München (bzw. mittelfristig einen neuen Standort), als auch die Eröffnung weiterer Gemeinschaftsunterkünfte.

(uw)
Bayern
Landkreis Altötting
Landkreis Mühldorf a. Inn


Redaktion

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